Spendenaufruf!

Wiederherstellung des Ehrenmals für die im 1. Weltkrieg gefallenen katholischen Thundorfer

Anlässlich der 100. Wiederkehr dieses Krieges hat der Stammtisch Geschichte und Brauchtum Gemeinde Thundorf es sich zu Aufgabe gemacht, dieses Ehrenmal wieder herzustellen, das von den Angehörigen und Verwandten der Gefallenen in einer schwierigen Zeit unter großen finanziellen Opfern gestiftet wurde. Es soll seinen Platz wieder in der katholischen Kirche finden, nicht nur um an die vielen Opfer dieses fast schon vergessenen Krieges zu erinnern. Es soll auch ein Mahnmal sein für uns, alles zu tun, um den Frieden zu erhalten.

Warum Ehrenmal nur für die katholischen Gefallenen?

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurden in viele Gemeinden, auch in Gemeinden in unserer Nähe, für die vielen Kriegsopfer Denkmäler errichtet. Der damalige Besitzer des Schlossgutes, Moritz Benckiser, der nach dem Kriege Mitglied im Thundorfer Gemeinderat war, schlug dort vor, auch in Thundorf ein Denkmal zu errichten, für die 25 jungen Männer aus der Gemeinde, die im Krieg ihr Leben opfern mussten. Sein Vorschlag fand jedoch keine Mehrheit.

Aus Verärgerung über die Undankbarkeit der Gemeinde den Kriegsopfern gegenüber, stiftete Benckiser dann ein geschnitztes Ehrenmal für die Gefallenen der evangelischen Kirchengemeinde. Dieses Ehrenmal fand seinen Platz in der evangelischen Kirche in Thundorf, wo es noch heute zu sehen ist.

Die Angehörigen der 20 katholischen Gefallenen waren nun sehr enttäuscht, dass für diese Gefallenen kein Gedenkort vorhanden war.
Auf Initiative der Hinterbliebenen, wurde dann auch ein Ehrenmal für die katholischen Gefallenen erstellt, wofür zwar Kollekten und Sammlungen stattfanden, aber der Großteil der Kosten von den Angehörigen der Gefallenen getragen wurde.

Das Ehrenmal

Das dann in den 1920er Jahren errichtete hölzerne Ehrenmal bestand aus drei Teilen. Um eine Tafel mit einer geschnitzten Pieta in der Mitte waren links und rechts je eine Tafel mit den Namen der Gefallenen und deren Todestag angebracht. Das Ehrenmal fand seinen Platz in der katholischen Kirche, hinten rechts unter der Empore.

Entfernung und Zerstörung des Ehrenmals

Beim Kirchenumbau in den 1970er Jahren wurde das Ehrenmal aus der Kirche entfernt, dabei wurde es teilweise zerstört.
Der Mittelteil mit der Pieta wurde zwar im Keller des Pfarrhauses aufbewahrt, die Tafeln mit den Namen der Gefallenen sollten der Überlieferung nach entsorgt worden sein. Eine der Namenstafel blieb jedoch erhalten, ist aber in Privatbesitz.

Die Rekonstruktion

Um das Ehrenmal originalgetreu zu rekonstruieren müssen die beiden Tafeln mit den Namen und den Todestagen der Gefallenen neu angefertigt werden. Als Vorlage hierzu kann die eine erhalten geblieben Tafel dienen, die uns zu diesem Zweck vom Besitzer zur Verfügung gestellt wird.

Kosten

Die Kosten für die Wiederherstellung werden sich nach eingeholten Informationen auf 2500 € – 3000 € belaufen, dabei entfallen ca. 2200 € auf die Rekonstruktion der beiden Namenstafeln und ca. 300 € – 800 € auf Reinigungs-, Ausbesserungs- und Farbanpassungsarbeiten am geschnitzten Mittelteil der Pieta.

Spenden erwünscht

Da der Stammtisch Geschichte und Brauchtum Gemeinde Thundorf  als nicht eingetragener Verein keine Kasse hat und allein auf Spenden angewiesen ist, sind wir für jede Spende dankbar.

Hier die Daten:
Kontoinhaber: Rainer Wolf u. Ulrike Berninger
Verwendungszweck: Ehrenmal
Sparkasse Bad Kissingen
IBAN: DE87 7935 1010 0031 3210 78